Stärke & Schwäche von Shoppingclubs im Internet

Hier dürfen nur Mitglieder online kaufen. Das ist der Leitsatz. Shoppingclubs versprechen Exklusivität und Markenwaren zu sehr günstigen Preisen.  Das besondere Merkmal ist die geschlossene Community. Nach dem Vorbild des französischen Shops Venteprivee gibt es auch in Deutschland eine Reihe von Shoppingclubs. Doch wie erfolgreich sind die Clubs wirklich? Was müssen die Clubs leisten, um an Kunden zu kommen?


Zu den wohl bekanntesten Shoppingclubs zählen die Clubs wie brands4friends von Ebay, Limango von Otto, buyvip von Amzon oder Westwing von Rocket Internet. Aus der Schweiz gibt es den Fashion Shoppingclub FashionFriends und bei den Weinen zählt Wine-in-Black zu den bekannten Anbietern unter den Clubs.

Wie erfolgreich sind die Clubs tatsächlich?

Westwing ist eine der ersten und größten Clubgründungen in Deutschland. Das teils zum Startup-Finanzierer Rocket Internet aus Berlin gehörende Münchner Unternehmen verkauft edle Wohnaccessoires und Möbel in 15 Ländern der Welt. 2011 gründete Delia Fischer den Shopping-Club. Inzwischen steht Fischer für ein von den Medien viel gefeiertes Erfolgsmodell.  Westwing zählt mittlerweile weltweit ca. 17 Millionen Mitglieder. In Deutschland sind es 1,7 Millionen Mitglieder, die im Shopping-Club für Home & Living angemeldet sind. Täglich starten neue Verkäufe und wöchentlich gibt es bis zu 4.000 neue Produkte. Die Mitglieder bekommen somit eine Menge an Newslettern.

Wie funktionier das Konzept?

Das Konzept funktioniert wie folgt: beim Hersteller von z.B.: Wohnzimmer Accessoires reservieren die Einkäufer von Westwing gegen Rabatt einige Hunderte Stück Blumenvasen.. Danach werden diese den Club Mitgliedern  per Mail und über Social Media Kanäle (Facebook, Pinterest, Instagram, Twitter, etc.) als Sonderangebote angepriesen.  Jetzt haben die Kunden nicht viel Zeit um zu bestellen, denn es ist ein ständiger wiederholender Schlussverkauf, den Westwing anbietet. Wer schnell ist, kann einige Schnäppchen machen. Die Zahlungs- und Versandmethoden sind die gleichen, wie in einem Onlineshop, der nicht geschlossen ist.
Brands4friends aus Berlin hat 5 Millionen registrierte Mitglieder und wurde 2007 gegründet. Seitdem hat der Shopping Club rund 25 Millionen Artikel verkauft. Das Berliner Unternehmen verkauft hochwertige Artikel aus dem Bereich Fashion und Lifestyle. Auch hier bekommt das Mitglied via Newsletter eine Nachricht, über aktuell günstige Marken. Markenartikel sind teilweise bis zu 70% Rabatt zu erwerben.

Hat der Shopping-Club noch Zukunft?

In den letzten sieben Jahren verzeichneten Shoppingclubs stetiges Wachstum. Der Umsatzanteil am gesamten deutschen Einzelhandel ist immer noch sehr gering. Im letzten Jahr machten die Shopping-Clubs rund 268 Millionen Euro, was einen Anteil am Versand- und E-Commerce-Handel von 0,6% ausmacht. Im neuen Jahr könnte der Umsatz 760 Millionen Euro erreichen.  Alle Zahlen und Berechnungen beruhen auf Unternehmensbefragungen.
Mittlerweile müssen Shopping Clubs richtig Gas geben, um am Ball zu bleiben. Denn nicht alle Markenhersteller sind mehr bereit, Restposten abzugeben. Als Werbekanal ideal sind aber auch Hersteller vorsichtiger geworden. Auf der anderen Seite können die vielen Newsletter den Kunden nerven. Das würde dazu führen, dass viele Mitglieder den Shopping Clubs den Rücken zukehren.

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